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25.06.04 Oberkärntner Biomassezentrum eröffnet
Hasslacher investiert € 12 Mio. in umweltfreundliche Energiegewinnung
Am Freitag, 25. Juni 2004 wurde in Sachsenburg das Oberkärntner Biomassezentrum feierlich eröffnet. Dieses ambitionierte Projekt ist eine Koproduktion der Hasslacher Unternehmensgruppe mit Sitz in Sachsenburg und der Peter Seppele Ges.m.b.H. aus Feistritz/Drau. Angrenzend an das eigene Sägewerk nimmt die Hasslacher-Drauland ein Biomasse-Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Betrieb, das größte seiner Art in Kärnten. Das Kraftwerk mit einer Brennstoff-Wärmeleistung von 20 Megawatt (MW) hat eine Leistung von 3,5 MW und gibt 14 MW an thermischer Energie ab.
Tür an Tür mit dieser Anlage startet Peter Seppele die Produktion von Qualitätspellets der Marke "Firestixx". 12 Mio Euro investiert Hasslacher in das Biomasse-Kraftwerk, Seppele beziffert das Investitionsvolumen für das Pelletswerk mit mehr als 6 Mio Euro. Gemeinsam schaffen die beiden Oberkärntner Betriebe in Sachsenburg 13 neue Arbeitsplätze. Das Oberkärntner Biomassezentrum ist nicht nur ein Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zweier Unternehmen zur wirtschaftlichen Belebung der Region, es ist auch ein Modellfall für ökologische Kreislaufwirtschaft nach modernsten Erkenntnissen. Christoph Kulterer: "In Österreich wurden bisher nur wenige vergleichbare Projekte realisiert, man kann von einem echten Vorzeigeprojekt sprechen." Das Oberkärntner Biomassezentrum entspricht fast idealtypisch den Anforderungen einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Kreislaufwirtschaft, aufbauend auf nachwachsende heimische Rohstoffe. Eine echte Symbiose Als Nebenprodukt der Holzverarbeitung erzeugt Hasslacher die Biomasse für das hauseigene Kraftwerk großteils selbst. Die bei der Säge-Produktion anfallende Rinde wird im Biomasse-Heizkraftwerk verbrannt. Mittels Dampfturbine wird einerseits Öko-Strom erzeugt, der ins KELAG-Netz eingespeist wird. Mit der entstehenden Abwärme werden die Schnittholz-Trockenkammern von Hasslacher betrieben und viele Haushalte in Sachsenburg und Möllbrücke mit Fernwärme versorgt.
Die gewonnene Wärme der Rauchgaskondensation im Heizwerk wird genutzt, um im Seppele-Pelletierwerk die Sägespäne zu trocknen, die ebenfalls von Hasslacher geliefert werden. So wird nicht nur der Rohstoff Holz selbst, sondern auch der energetische Wirkungsgrad des Energieholzes bis ins letzte Detail ausgeschöpft. Da die Anlagen Tür an Tür betrieben werden, entfallen teure und energieintensive Transporte. Vor dem Hintergrund steigernder Erdölpreise und Schadstoffemissionen sind solche Projekte eine Investition in die Zukunft. Christoph Kulterer: "Unser Ziel ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Holz- und Forstwirtschaft bei der Gewinnung und Aufbereitung von Energieholz, das ja nichts anderes ist, als gespeicherte Sonnenenergie".
Neuer Geschäftszweig im Holzkonzern Das Oberkärntner Biomassezentrum ist ein weiterer Zweig im Unternehmenskonzept der Hasslacher-Gruppe, das eine ganzheitliche, nachhaltige und restlose Verwertung des wertvollen Rohstoffs Holz zum Ziel hat. Die Hasslacher Drauland Holzindustrie GmbH ist ein Kärntner Familienunternehmen und wurde 1901 von Jakob Hasslacher gegründet. Heute führt sein Urenkel Christoph Kulterer die Geschäfte. Mit mehr als 600 000 fm Jahreseinschnitt an den Standorten Sachsenburg und Arnoldstein ist Hasslacher das größte Kärntner Sägewerksunternehmen. Am Stammsitz Sachsenburg werden zudem 40.000 m³ Hobelware erzeugt. Zur Firmengruppe gehören neben Säge und Heizkraftwerk auch ein Holzfachmarkt und die Firma Noritec, Spezialist für Leimbinder und montagefertige Holzkonstruktionen. Ebenfalls eine Hasslacher-Tochter ist die Norica Timber International, NTI, die weltweit Holzprodukte vertreibt und vor allem auf dem italienischen Markt als Synonym für Qualitätsholz aus Kärnten gilt.
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