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04.07.08 Neues Logistik Zentrum in Sachsenburg eröffnet

Das neue Logistik Terminal in Sachsenburg

Die Hasslacher Unternehmensgruppe investiert € 900.000 in ein neues Logistik Zentrum und wickelt nun die gesamte Wertschöpfung des Rohstoffes Holz an einem Standort ab.

Als letzter Meilenstein einer Reihe von Investitionen wird das neue Logistik Zentrum der Hasslacher Unternehmensgruppe heute offiziell eröffnet. „Die Errichtung war notwendig, um einen reibungslosen Ablauf beim Zu- und Abtransport der Güter zu gewährleisten. Die starke Expansion der letzten Jahre hat eine Entflechtung der Verkehrssituation am Firmengelände erfordert. Bis zu 200 LKWs werden täglich am neuen Terminal abgefertigt.“, meint Christoph Kulterer, Geschäftsführer der Hasslacher Gruppe. Die Errichtungskosten belaufen sich etwa auf € 900.000.

Im September 2007 wurden mit dem Noritec Leimholzwerk und dem 2. Biomasse Kraftwerk große Investitionen am Standort Sachsenburg realisiert. „Die Produktion der Noritec Leimbinder ist gut angelaufen. Wir sind mit der Entwicklung der letzen Monate trotz schwierigem Marktumfeld sehr zufrieden.“, gibt sich Christoph Kulterer zufrieden.

Der natürliche Rohstoff Holz wird nun zur Gänze in Sachsenburg verwertet und veredelt: neben den klassischen Holzprodukten wie Schnittholz, Hobelware und Leimholz, entsteht auch Bioenergie in zwei eigenen Biomasse Kraftwerken. „Die Konzentration der verschiedenen Werke an einem Standort hat auch für die Logistik einen enormen Vorteil: wir können flexibler und schlagkräftiger agieren und auch LKWs mit gemischter Ware beladen“, weist Christoph Kulterer auf die Vorteile des neuen Terminals hin.

Errichtet wurde das neue Terminal direkt an der neuen Ausfahrt der B100 und umfasst neben dem Abfertigungsgebäude und ausreichenden Abstellflächen für die LKWs auch alle notwendigen technischen Einrichtungen wie Brückenwaagen und Schrankenanlagen. Ein übersichtliches Leitsystem erhöht die Sicherheit im Werksgelände, da künftig auch nurmehr berechtigte Fahrzeuge einfahren dürfen.

Für die Planung zeichnet das Architekturbüro trecolore architects verantwortlich. Das Logistikterminal befindet sich auf einem tieferen Niveau als die anliegenden Produktionsgebäude und fügt sich so gut in das Betriebsgelände ein. Das geschwungene Vordach dominiert die Architektur des Gebäudes, der verwendete Werkstoff Leimholz zählt zu den bedeutendsten Exportprodukten der Hasslacher Gruppe.

Was bedeutet ganzheitliche, nachhaltige und restlose Verwertung des wertvollen Rohstoffes Holz?

Im Hasslacher Produktionskreislauf gibt es keinen Abfall – der natürliche Rohstoff Holz wird zu nahezu vollständig verwertet. Bei der Produktion von Schnittholz fallen Nebenprodukte in Form von Rinden und Sägespänen an. Diese anfallende Rinde wird wie das Waldhackgut aus Energieholz im Biomasse Kraftwerk verbrannt und in Biowärme und Ökostrom umgewandelt. Die Biowärme wird einerseits für die Trocknung der eigenen Schnittholzproduktion und andererseits für die Heizungsversorgung von 200 Haushalten in Sachsenburg und Möllbrücke eingesetzt. Die Abwärme der Turbine im Heizwerk wird wiederum genutzt, um Sägespäne zu trocknen, die in der unmittelbar angrenzenden Firma Seppele GmbH zu Pellets verarbeitet werden. Die Hasslacher Unternehmensgruppe erzeugt auf diese Art mehr Energie als sie für den eigenen Produktionsprozess benötigt.

Download:
 Eröffnung des Logistik Zentrums (27 kB)